Eiswein ist ein Qualitätsprodukt

Er ist ein hochwertiger, natursüßer Wein, der über eine konzentrierte Säure verfügt. Dank der Tatsache, dass der Eiswein aus gefrorenen Beeren erstellt wird, muss er dank des ausgefallenen Aromas zu den besonderen Weinspezialitäten gezählt werden. Die Beerenlese wird eisgekühlt bei minus 7 Grad Celsius durchgeführt, damit nach der Pressung der Trauben ein natürliches Konzentrat entstehen kann. Damit das Wasser in den Beeren zum größten Teil kristallisiert, ist die Ernte im Januar angebracht, da hier im Gegensatz zur Ernte im Herbst zumeist eisigen Temperaturen vorherrschend sind. Der in denTrauben vorhandene Zucker bindet die Fruchtsäuren und ist dafür verantwortlich, dass das Wasser nicht gänzlich kristallisiert. Der hierbei entstandene, hochkonzentrierte Traubenmost wird im weiteren Verlauf zu Eiswein vergoren. Die kräftige Säure die, diese sehr süßen Rebensäfte im Resultat aufweisen, bieten geschmacklich ein deutliches Gegenstück zur naturbelassene Süße. Global gelten Eisweine ausDeutschland als eine Besonderheit unter Weinkennern. DieSüßweine, die aus der Sorte Riesling hergestellt werden, beziehen einen hohen Beliebtheitsgrad durch ihr angenehmes Süße -Säure – Verhältnis. Bei ordnungsgemäßer Lagerung können Eisweine angesichts ihres niedrigen Alkoholgehaltes halbwegs lange haltbar bleiben. Ein junger Eiswein schmeckt wesentlich süßlicher, als ein älterer Eiswein. Der ältere Eiswein hat seine Süße über die Jahre derLagerung in der Flasche abgebaut. Die Bezeichnung des Jahrgangs wird auf keinen Fall mit dem Jahr in dem er geerntet wurde bestimmt, sondern mit dem Jahr, indem die Beere gewachsen ist. Wird eine Trauben zu Jahresbeginn 2008 geerntet, dann ist der Eiswein demzufolge im Verkauf ein 2007er Jahrgang. Das Nachbarland Österreich ist wie Deutschland ein traditionelles Erzeugergebiet für Eiswein. Luxemburg übernimmt außerdem in Europa einen kleinen Anteil an der Eisweinerstellung. Kanada, Amerika und Neuseeland sind weltweit die größten Eiswein Erzeuger. Die Herkunft des deutschen Eisweins geht bis ins 1900 Jahrhundert zurück und war eher ein Zufall, als Absicht. Wegen einer schlechten Witterung gab es 1829 ein schlechtes Weinjahr. Um Tierfutter einsparen zu können, entschlossen sich Weingärtner in Dromersheim bei Bingen ihre Tiere mit Trauben zu füttern und ernteten daraufhin mitten im Winter nach starkem Frost, die übrig gebliebenenWeintrauben. Die Weingärtner in Dromersheim fanden bei der Ernte in den Weintrauben nur noch wenig Saft der dafür aber einen intensiven Most-Anteil enthielt. Wahrscheinlich waren die Beeren die von den Weinbauern nicht zu Viehfutter gebraucht wurden, die Möglichkeit mit dem sehr süßen Most etwas Neues zu erzeugen, und so begann die Eiswein-Tradition in Deutschland. Das Klima, das in der Bundesrepublik Deutschland und Österreich vorherrscht, ermöglichte einen langen Zeitabstand diesen bestimmten Landregionen ausschließlich die Erzeugung des beliebten Süßweines. Der größte Eiswein-Produzent ist weltweit Kanada, der den Eiswein für sich 1975 entdeckte. Eisweine die den Ruf haben teuer zu sein, entstehen aus der Rebsorte Vidal Blanc, Cheni Blanc und Riesling. Die hohen Kosten eines außergewöhnliche Eisweines, kommen nicht durch die aufwendige Auslese zu Stande, sondern aus dem geringen Gewinn der Ausgangstrauben. Ausschließlich 10% der Beere gelangen in den Eiswein, die restliche Ernte wird durch die Witterung oder durch den Befall von Edelfäule unbrauchbar. Der späte Erntezeitpunkt und die besonderen Erntebedingungen (die Beere darf einmal gefroren, nicht wieder entfrosten) beeinträchtigen die Eisweinproduktion ungemein. Das komplizierte Zubereitungs-Verfahren der Europäischen Eisweinzubereitung, gilt für die Neuseeländer nicht, sie gefrieren ihre Trauben zu eigenen Bestimmungszeiten, um sie nachfolgend zu Eiswein zu verarbeiten. Zu den Hauptspeisen eignet sich der Eiswein eher nicht so gut. Sein intensives süßes Aroma macht ihn zu einem besonderen Gefährten von herben nicht zu fruchtigen Nachspeisen. Zu einem guten Abschluss eines besonderen Mahles, gehört ein Eiswein, der oft auch auch Dessertwein genannt wird. Eine besondere Zusammensetzung zum Eiswein, bietet zum Abschluss auch eine pikante Käseplatte die gut mit einem Eiswein kombinierbar ist. Hier ist besonders Edelschimmel-Käse als eine gelungene Zusammensetzung zu empfehlen. Wie er sich zum Abschluss eignet, so kann Eiswein auch gerne als Appetitanreger angeboten werden. Das Alpha wie auch das Omega eines festlichen Mahls wird also von einem guten Eiswein
bilden.

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