Haarausfall – nicht nur für Frauen ein Problem

Haarausfall ist für viele Menschen ein Problem.

Er tritt längst nicht nur bei älteren Menschen auf, denn häufig leiden bereits sehr junge Menschen, vor allem Männer, darunter. Sind Frauen von Haarausfall betroffen, so stellt das für sie zumeist ein ernsthaftes kosmetisches Problem dar, denn Haare sind Schmuck und sind Bestandteil der Persönlichkeit. Dass nur Frauen unter schütterem Haar, kahlen Stellen und einem Rückgang des Haaransatzes leiden, ist ein Trugschluss, denn auch Männer verlieren mit lichtem Haar, Geheimratsecken und Glatzenbildung nicht selten ihr Selbstwertgefühl.

Von Haarausfall spricht man, wenn ein erwachsener Mensch über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 60 bis 100 Haare verliert. Bei Kindern ist von krankhaftem Haarausfall die Rede, wenn sie über mehrere Wochen täglich 50 bis 80 Haare verlieren. Besonders besorgniserregend ist es, wenn die Haare an bestimmten Kopfbereichen verstärkt ausfallen.

Die Ursachen für den Haarausfall sind vielfältig. Eine genetische Veranlagung, wie sie vor allem bei Männern auftritt, verschiedene Krankheiten, radikale Diäten, Nährstoffmangel, Hormonstörungen oder –umstellungen spielen ebenso eine Rolle wie Umwelteinflüsse.

Stress und die damit verbundenen Stresshormone können eine Ursache sein. Bereits bei jedem dritten Mann unter 30 Jahre sind erste Anzeichen eines erblich bedingten Haarausfalls zu beobachten, bei Männern ab 50 ist etwa jeder Zweite betroffen.

Bei Frauen tritt der erblich bedingte Haarausfall seltener auf, jedoch können bei Frauen Probleme in den Wechseljahren, die mit einer Umstellung des Hormonsystems einhergehen, die Ursache sein. Bei Frauen entstehen zumeist keine größeren kahlen Stellen wie bei Männern, sie verlieren die Haare oft gleichmäßig auf dem gesamten Kopf. Häufiges Färben und Blondieren der Haare sowie Dauerwellen strapazieren die Haare und können zu Haarausfall führen.

Um die drohende Glatzenbildung zu verhindern, gilt es, den Haarausfall frühzeitig zu behandeln. Wenn der Haarausfall bereits zu weit fortgeschritten und die Haarwurzeln bereits geschädigt sind, helfen auch keine Therapien. Der Hautarzt kann die genaue Ursache des Haarausfalls feststellen und geeignete Medikamente zur inneren oder äußeren Anwendung verordnen.

Gerd Müller

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