Proxy Server

Der Proxyserver für mehr Anonymität im Internet

Wer im Internet surft, hinterlässt Spuren. Der Datenaustausch zwischen den Computern findet nicht anonym statt, denn durch die Protokolle werden immer auch Daten mitgesendet, die für die Kommunikation wichtig sind. Selbst das – vermeintlich harmlose – ansurfen von Webseiten produziert Datenpakete, die der Laie nicht erkennen kann. So wird beim sogenannten “Handshake”, also der ersten Kommunikation zwischen zwei Computern bereits die IP-Adresse, der Browser und dessen Protokolle sowie der “Referer” ausgetauscht. Wer seine Anonymität steigern möchte, kann auf einen “Proxyserver” umsteigen, der zumindest einen Großteil dieser versteckten Daten verschleiern kann. Das dient auch dazu, um Videos auf Youtube ansehen zu können, die nicht in jedem Land verfügbar sind. Hier helfen Proxy Listen für YouTube.

Wie funktioniert ein Proxy?

Theoretisch fungiert ein Proxy lediglich als Mittelsmann. Der Datenaustausch zwischen Server und Computer erfolgt also nicht mehr direkt, sondern nur noch über den eingeflochtenen Proxy, der die ihm zugesendeten Datenpakete weiterleitet. Meist erfolgt die Kommunikation nur über bestimmte Protokolle, weswegen sich nicht alle Proxys für das Surfen im Internet eignen. Das wichtigste Protokoll für die Übertragung von Webseiten ist das “HTT-Protokoll” und die entsprechenden Proxys kommunizieren nur über diese Schnittstelle. Downloads über UDP oder FTP erfolgen weiterhin über Direktverbindungen.

Da der Quellcomputer nicht mehr den “Handshake” ausführt, sondern der zugeschaltete Proxy, verändern sich die Daten, die der Zielcomputer erhält. Der Zielcomputer ist somit nicht mehr in der Lage, die Daten des Quellcomputers zu erfassen, da er ihn nicht kennt. Zu Beachten ist allerdings, dass diese Technologie an einige Restriktionen gebunden ist, denn durch die verschleierte Übertragung werden auch Cookies und Ländercodes falsch ausgelesen und der Nutzer wird von bestimmten Funktionen ausgesperrt.

Die Arten der Proxys

Die einfachste Art des Proxys ist der “Anonymisierungsdienst”. Durch die Eingabe der Adresse in eine Eingabemaske wird die Webseite innerhalb eines anonymisierten Frames geöffnet, der über den Proxy ausgeführt wird. Die Geschwindigkeit dieser Dienste ist allerdings stark eingeschränkt und oftmals werden viele Funktionen wie Flash oder Java gar nicht unterstützt, weswegen sie nur bedingt, zu empfehlen sind.

Eine weitere Form stellt der offene Proxy dar, den Nutzer ohne Anmeldung verwenden können. Die Adresse des Proxys wird einfach in den Browser eingetragen – meistens finden sich die Eingabefelder in den Sicherheitsoptionen des Browsers – und der Proxy kann ohne Einschränkungen genutzt werden. Leider werden viele Proxys von Hackern benutzt, um an Nutzerdaten heranzukommen, weswegen diese als “Honeypot” bezeichnet werden.

Die sichersten Proxys sind solche, bei denen man sich anmelden muss. Diese sind zumeist kostenpflichtig, decken aber alle Protokolle ab und verschlüsseln zusätzlich den Datenverkehr, um die Anonymität noch zu steigern. Auch die Geschwindigkeit entspricht – abzüglich der Bandbreitennutzung für die Verschlüsselung – der eigenen Geschwindigkeit des ISP. Oftmals bieten Bezahl-Proxys nicht nur die Anbindung an einen, sondern gleich mehrere “Proxy-Cluster”. Dadurch wird der Datenverkehr über mehrere Quellcomputer verteilt und kann schlechter nachverfolgt werden.

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