Techno Art – Die Geburt einer neuen Kunst
In den frühen neunziger Jahren entstand innerhalb der Technoszene eine eigene Kunstrichtung. Hauptsächlich fand diese ihren Ursprung auf diversen Flyern die die Szene auf Events aufmerksam machen sollten, sowie durch Darstellungen auf CD-Covern. Mit der Ausstellung „Chromapark“ in Berlin 1994 wurde die so genannte Techno Art erstmals losgelöst von anderen Kunstarten präsentiert und fand somit eine gebührende Plattform.
Die Idee die hinter der Ausstellung stand war, eine Messe zu veranstalten, die „die Kunst aus der Nacht heraus entstehen lässt“. Dementsprechend gab es natürlich nicht nur verschiedene Künstler oder deren Werke zu bestaunen, vielmehr wurde das Publikum in schöner Regelmäßigkeit ab 22 Uhr zu integrierten Techno Partys geladen, um somit die Kunst „spüren zu können“.
Insgesamt fand die Chromapark dreimal in den Hallen des Berliner E-Werks statt. Aufgrund diverser Probleme, vor allem im finanziellen Bereich, war an einen Fortbestand der Veranstaltung nur schwerlich zu denken. Denn trotz hervorragender Besucherzahlen war schon die erste Ausstellung für die Veranstalter ein finanzielles Desaster.
Vor diesem Hintergrund wurde dann die vorerst letzte Ausstellung 1996 in Angriff genommen. Hierzu lautete die einhellige Meinung der Besucher und auch der Presse „Kunst naja, Partys prima“. Es wurden hauptsächlich Clubdekorationen und zahlreiche Lasershows in die nächtlichen Partys integriert. Nichts desto trotz ist die Chromapark Serie eine erfolgreiche Veranstaltung für die Techno Art gewesen, denn durch sie erlangte diese moderne Kunstrichtung erstmals Bekanntheit in breiteren Bevölkerungsschichten und konnte sich auch teilweise vom „Techno Klischee“ lösen. Heute wird Techno Art oft nicht mehr mit der Musik in Verbindung gebracht und als eigenständige Kunstrichtung angesehen. So gibt es heute auch Techno Art Künstler welche nicht über die Musik dazu gestossen sind.
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Tags: Chromapark, Clubdekorationen, Musik, Techno, Techno Art